Montag, 9. Januar 2017

Ist es, was ich denke?


Wenn Sie denken, das sei ein früher Mark Rothko, sind Sie im Irrtum. Das ist bekannt als "Studies of the Moon over the Pyramids and Sunset Clouds over Stonehenge", stammt aus einem Skizzenbuch von William Turner und wurde gemalt um das Jahr 1822.

Aber dass es Rothko als, sagen wir mal, Anregung gedient hat, könnte ich mir schon vorstellen.
JE


Samstag, 31. Dezember 2016

War das Barock nur schöner Schein?

 aus nzz.ch, 31.12.2016, 05:30 Uhr                      Giuseppe Cersari, Erzengel Mchael und die gefallenen Engel, um 1610

Barock als schöner Scheini
Unfassbar und maßlos
Barock als Chimäre – so inszeniert eine Mannheimer Schau den Stilbegriff der Kunstgeschichte und stellt ihn damit auch gehörig infrage.

von Gabriele Hoffmann

Die NZZ hat mir rückwirkend die Verbreitung ihrer Inhalte untersagt. Ich werde sie nach und nach von meinen Blogs löschen 
Jochen Ebmeier


Anthonis van Dycks Bildnis einer jungen Dame (Amalie von Solms-Braunfels) 

 



Giovanni Gioseffo dal Sole, Bad der Diana
 




Joachim von Sandrart  Minerva und Saturn beschützen Kunst und Wissenschaft 


Rastatt, Plan 1798


Rembrandt, Paulus (Jahr?)

«Barock. Nur schöner Schein?». Museum Zeughaus C5, Mannheim. Bis 19. Februar.
 
Rubens, Maria de' Medici übergibt das Staatsruder an Ludwig XIII.

Nota. - Ein Museum zu unterhalten kostet viel Geld. Um das zu rechtfertigen, muss es dem Publikum etwas zeigen, dazu ist es da. Ein Publikum kommt nicht von allein, man muss es locken. Mit Ausstellungen, die sind ein Event, das man nicht verpassen darf. Und das Feuilleton berichtet darüber, dazu ist es da. 

Insofern ist der obige Bericht ganz in der Odrnung. Es steht nichts drin, scheint mir, was die Ausstellung nicht einhält. Sie will sagen: Mehr als ein Stilbegriff ist Barock nicht. 

Das hat, soviel ich weiß, auch noch keiner behauptet. Aber das ist es! Und das heißt: Barock ist nicht Rokkoko, und das mindestens hätten sie in Mannheim beherzigen können. Das sei aber ein ganz weicher Übergangs? Allerdings, das ist er. Es ist der Übergang von der aufteigenden Phase des Absolutismus zu seiner dekadenten Phase. Und sieh einer an: So kommen wir hintenrum doch noch zu einem Epochenbegriff, der über das rein Stilistische hinausgeht.


PS. Was denn, was denn - ich hätte beim obigen Bericht nicht richtig aufgepasst, ich hätte das Wörtschen nicht übersehen: Das hätten sie gerade widerlegen wollen, dass das Barock nur ein Stilbegriff sei - ?!

Lieber Leser, da haben Sie gut aufgepasst. Aber sagen Sie selbst: Hätten Sie das aus Frau Hoffmanns Ausstellungsbericht herausgelesen? Nee, ne?
JE


Mittwoch, 28. Dezember 2016

Nationalgeschmack?

Der erfolgreichste Sänger deutscher Zunge: Heintje Simons.
aus nzz.ch, 27.12.2016, 17:00 Uhr

Musikgeschmack
Die Vorlieben in verschiedenen Ländern
Aus den Daten auf Online-Plattformen lässt sich nicht nur der musikalische Geschmack von einzelnen Personen ablesen. Computerwissenschafter nutzen die Datenquellen auch, um die Vorlieben in verschiedenen Ländern zu bestimmen.


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Jochen Ebmeier 




Montag, 26. Dezember 2016

Die Hölle von Herri met de Bles.

Hieronymus Bosch verschlägt den Atem, natürlich; einmal, einzigartig. Der Höllenbrueghel konnte ihm nicht nahekommen. - 

Ach, so einmalig vielleicht doch nicht. Hier sehen Sie das Inferno des flämischen Malers Herri met de Bles:

Immerhin wird man ihn als einen Schüler Boschs ansehen müssen. 


Mittwoch, 21. Dezember 2016

Niklaus Manuel Deutsch, ein Renaissancemensch nördlich der Alpen.

 
aus nzz.ch, 21.12.2016, 17:38 Uhr                                                                             Tod und Mädchen, um 1517

Niklaus Manuel in Bern
Der Tod ist ein schmieriger Charmeur
Das Werk des Malers Niklaus Manuel kreist um den Tod. Auch da, wo er die Schönheit und das Leben feiert.

von Thomas Ribi

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Jochen Ebmeier


Der Tod als Kriegsknecht umarmt ein Mädchen,1517

 
Allegorie des Kriegers, der zu Bettler wird


Martyrium der zehntausend Ritter am Berg Ararat, um 1516; Ausschnitt.


Antoniusaltar, um 1520
 
Felseninsel, um 1519

Hexe


aus Totentanz


Der Tod holt Niklas Manuel (ganz rechts). Aus Totentanz

 Das Urteil des Paris

Bern, Bernisches Historisches Museum, bis 17. April 2017. – Katalog: Susan Marti (Hg.): Söldner, Bilderstürmer, Totentänzer – Mit Niklaus Manuel durch die Zeit der Reformation. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2016. 160 S. mit zahlreichen Farbabb., Fr. 39.–.

Nota. -  Die verkleinerte Kopie des Totentanzes wurde 1649 von Albrecht Kauw angefertigt; man hat das Werk ja doch irgendwie erhalten wollen
JE

 Totentanzfenster im Berner Münster

Montag, 19. Dezember 2016

Immer der Nase nach.


aus nzz.ch, 19. 12. 2016

...Denn die Zunge erkennt lediglich fünf Geschmäcke, und zwar süss, sauer, salzig, bitter und herzhaft-pikant (umami). Alles Übrige erledigt die Nase. Das sind immerhin rund 80 Prozent der beim Essen und Trinken empfundenen Geschmacksnoten. Als falsch erwiesen hat sich zudem die Behauptung, das menschliche Riechepithel erkenne nur etwa 10 000 Duftmoleküle. Laut neuen Erkenntnissen sind es mehr als eine Billion – also 10 hoch 12 Düfte. Im Unterschied zu den anderen Sinnesorganen verfügt es ausserdem über einen direkten Draht zum Gehirn. So werden die Duftreize ungefiltert zu Zentren weitergeleitet, die unsere Gefühle und Gedächtnisinhalte steuern. Ihre Wirkungen treten dabei gleichermassen schnell wie unausweichlich ein.