Donnerstag, 14. April 2016

Georges de La Tour im Prado.

aus nzz.ch,14. 4. 2016

Georges de La Tour im Prado Madrid
Tag- und Nachtstücke
Es ist erst die vierte Retrospektive von Georges de La Tour (1593–1652). Dass sie im Prado stattfindet, ist ein Gewinn, denn hier lässt sich seine Nähe zur spanischen Malerei direkt überprüfen.

von Caroline Kesser
 
Viele alte Meister galten eine Zeitlang wenig oder gerieten gar in Vergessenheit. Keiner verharrte aber so lange im Dunkeln wie Georges de La Tour (1593–1652), der heute zu den Leuchttürmen der französischen Malerei zählt. 250 Jahre blieb der Name dieses einst renommierten Lothringers aus dem Bewusstsein getilgt. Seine Wiederauferstehung begann 1915, als Hermann Voss drei Gemälde von ihm identifizierte. ...


Die NZZ hat mir rückwirkend die Verbreitung ihrer Inhalte untersagt. Ich werde sie nach und nach von meinen Blogs löschen.

Die Frau mit dem Floh, um 1638


Drehleierspieler mit der Fliege (Nantes)


 Streitende Musikanten






Die büßende Maria Magdalena  


Das Neugeborene
 

Ein blinder Leierkaste–Spieler

 Hl. Joseph in seiner Werkstatt


Die Tränen des hl. Petrus


Die Wahrsagerin


 Die Falschspieler (vorn lks.vermutl e. Selbstporträt)




 
Hl. Hieronymus liest einen Brief


 Hiob wird von seinem Weib verhöhnt

Nota. - Auch die Figuren Jan Vermeers wirken wie Statuen, auch sie, die doch oft den Betrachter anzusehen scheinen, sehen durch ihn hindurch und wirken wie aus einer andern Welt, wie hinter einer dicken Glaswand in Archivar Lindhorsts Kabinett. Sie sind unwirklich, über-wirklich. Die Lebendigkeit, die Caravaggio gerade erst in die Malerei zurückgebracht hatte (und seine holländischen Gefolgsleute auszeichnet), ist schon wieder verflogen. Das sieht bei Vermeer wie bei de la Tour nach künstlerischer Absicht aus. Bei keinem von beiden mag man frommen Hintersinn annehmen. Bei beiden sieht es aus wie ein Schritt der Abstraktion - weg von der Erzählung und hin zum Bild als einem ästhetischen Selbstzweck.
JE



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